Herzensangelegenheiten

Shownotes

Angelika Bader absolvierte neben der Ausbildung zur Ärztin für Allgemeinmedizin ein Masterstudium in Gender Medizin. Im Podcast erklärt sie unter anderem, warum der geschützte Raum der Frauengesundheitsambulanz an der Universitätsklinik für Innere Medizin I ein so wichtiger Dreh- und Angelpunkt für die Frauen und ihre Gesundheit ist.

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00:00:00: Heute bin ich zu Gast im Frauengesundheitszentrum an den Universitätskliniken Innsbruck bei Angelika Bader, die nicht nur das Zentrum sondern ein Stück weit auch die Gendermedizin in Tirol personifiziert.

00:00:13: Wir werden uns über das Herz der Frauen unterhalten und die zahlreichen Gründe, die das Frauengesundheitszentrum so notwendig und wichtig machen.

00:00:21: Ich freue mich schon auf unser Gespräch nachdem du uns verraten hast, liebe Angelika!

00:00:26: Wer bist Du?

00:00:27: Was machst Du?

00:00:28: Und was treibt Dich an?

00:00:31: Ja vielen Dank für die Einladung.

00:00:34: es freut mich sehr.

00:00:36: wer bin ich?

00:00:37: Ich bin eine Ärztin glaube ich aus Leidenschaft.

00:00:42: Was treibt mich an sind Ungerechtigkeiten, die ich versuche in meinem Bereich aufzuheben.

00:00:51: Ich glaube das ist ja eine ganz gute Basis um bei uns zu arbeiten.

00:00:56: Unbedingt!

00:00:58: Weil letztes Jahr wurdest du ja mit dem Tiroler Frauenpreis, zwanzig fünfundzwanzig ausgezeichnet.

00:01:04: Wozu ich im Namen des Medikateams noch einmal recht herzlich gratulieren möchte?

00:01:09: Was bedeutet eine Auszeichnung wie diese für eine Medizinerin wie dich – eine Ärztin also die für geschlechtssensible und geschlechtergerechte Medizin kämpft?

00:01:23: Es hat mich natürlich sehr gefreut.

00:01:26: vor allem ist es schön oder die Wertschätzung auch meinen Patientinnen gegenüber, die eigentlich nicht immer so ganz auf der Sonnenseite des Lebens geboren worden sind.

00:01:38: Dass sie auch damit und dadurch wertgeschätzt wurden dass unsere Einrichtung sozusagen ein Lobby bekommt.

00:01:47: Wie wurden eigentlich diese Themen zu deinen Herzensanliegen?

00:01:50: Wie rückte etwa die viel zu lange ignorierte und im medizinischen Alltag leider noch immer nicht in ihrer Warentrag weiter anerkannte Tatsache, dass Frauen anders krank sind und anders behandelt werden müssen in den Fokus deiner medizinischem Neugier.

00:02:10: Ja wie Eingang schon gesagt habe, Ungerechtigkeit... hat mich immer schon massiv gestört.

00:02:16: und es ist mir gerade bei den Frauen aufgefallen, dass zum Beispiel das Armut weiblich ist.

00:02:24: Es ist ganz ein klarer Faktor, dass natürlich Frauen nicht gleiche Chancen haben wie Männer.

00:02:30: Bei Diätberatungen z.B.

00:02:32: ist man aufgefallen zweimal die Woche Fisch essen.

00:02:36: Wie können das die Frauen sich leisten?

00:02:39: Und das glaube ich war schon ein wesentlicher eine wesentliche Basis, um das genauer mehr anzuschauen.

00:02:48: Was können wir machen?

00:02:50: Wie können man den Frauen diese Zugangsprobleme erleichtern?

00:02:54: Also ganz konkret in dem Fall oder?

00:02:56: Das ist keine politische Geschichte im Sinn von so einer ganzen klassischen medizinischen Geschichte vor Ort sozusagen.

00:03:07: Armut ist weiblich und Armut beeinflusst unser beeinflusst die Gesundheit von Frauen.

00:03:16: Wenn du dir das anschaust, lässt sie das manchmal verzweifeln?

00:03:19: Dass sich Systeme der AC verändern bzw.

00:03:22: verändern lassen selbst wenn eben die Argumente der ad klar und eindeutig sind?

00:03:27: Nein, verzweifen lasse ich mich nicht!

00:03:28: Ich bin Witter als.

00:03:30: es ermutigt

00:03:31: mich und fordert meinen Kampfgeist oder fördert meinen Kämpfgeist.

00:03:37: kaum ein paar zu sagen...

00:03:40: Du wurdest ja vor allem auch für deine Rolle beim Aufbau und im täglichen Betrieb des Frauen-Gesundheitszentrums geährt, das von Frau Professorin Margarete Hochleitner und dir geprägt wurde.

00:03:52: Was ist das Besondere am Frauen Gesundheitszentrum der Universitätskliniken Innsbruck?

00:03:57: Ich glaube, dass Alleinstellungsmerkmal ist, dass wir Evidenz-Based Medicine anbieten.

00:04:05: Das heißt, dass auf Patientinnen maßgeschneidert anbieten können.

00:04:16: Aufgrund von besten oder sehr guten Ergebnissen oder Analysen, Untersuchungsergebnissen wird dann mit den Patienten eine ganz klare schulmedizinische kombiniert mit auf deren Geschlecht, auf deren sozialen Umfeld in die Frauen sozusagen die Therapien anbiedern

00:04:37: können.".

00:04:38: Also eine Kombination zwischen schulmedizinischer Datenverfassung, Untersuchungsergebnissen adaptiert und mit dieser Patientin diskutiert und auf sie eben zugeschneidert.

00:04:54: Welche Frauen können denn kommen?

00:04:55: Alle einfach alle kommen!

00:04:57: Alle Frauen können kommen, sie müssen vorher an Termin ausmachen.

00:05:01: Das haben wir uns damals mit der damaligen Landesrätin vereinbart dass sie keine Zuweisung bekommen weil es sehr oft natürlich das Problem gibt gerade in den Bäriffern, Tälern oder so.

00:05:13: Dass der Hausarzt sagt ja was musst du da jetzt unbedingt an die Klinik gehen und du kriegst keine Überweisung?

00:05:20: Oder das für die Frauen einfach ein Handicap ist eine Überweisungen holen zu gehen um nicht dem Hausarz des Gefühls oder der Haushaltsinn zu geben dass man ihnen nicht glaubt aber dass man das einfach einmal nochmal genauer anschauen kann.

00:05:32: Und deshalb haben wir ohne Zuweisung aber vorher mit unter telefonischer Terminvereinbarung einen Termin für diese Patientinnen zu machen.

00:05:42: Also das ist uns ganz wichtig immer gewesen.

00:05:45: Kommen Sie von überall her?

00:05:46: Ja, kommen sie!

00:05:50: Wir haben ja auch stationäre Betten wobei... Zeichen der ganzen Infektionskrankheiten, des Pflegemangels und so weiter sehr selten.

00:06:00: Also nur mal im Notfall genutzt werden kann zum Beispiel für Patienten aus Reute oder aus Osttirol oder wo man nicht die ganzen Untersuchungen machen können wenn wir sie nicht stationär daheim haben.

00:06:12: aber das macht man eher selten als es.

00:06:14: meistens schaut es so aus dass die Patientin bei uns an Terminaus macht mir dann nochmal Status an einem Nese.

00:06:20: Dort haben wir eine Stunde Zeit für jede neue Patientin, mit ihr das ausführlich besprechen.

00:06:25: Dann einen Tag ... Terminisieren, wo wir alle fünf Untersuchungen knochen, die ich den Ultraschall, Mammographie, Eglenecologie und so weiter an einem Tag haben.

00:06:35: Und dann noch an einem dritten Tage Befundbesprechung.

00:06:38: also was ist jetzt herausgekommen?

00:06:40: Was sind die Facts?

00:06:42: Und was müssen wir jetzt behandeln?

00:06:43: Wo muss man nachschauen?

00:06:45: Also an und für sich geht es im ambulanten Setting derzeit ganz gut.

00:06:49: natürlich ist das immer feiner und da kann ich mich auch immer.

00:06:52: oder halt bekomme ich auch immer ein Bett wenn ein akuter Notfall ist, wenn es einer Patientin ganz schlecht geht von uns oder dass wir sie irgendwo stationär im Haus aufnehmen können.

00:07:03: Da will ich ihr Sonntbetten und der Professor Dildg ist da immer sehr großzügig und die darf da... Es geht ihm sehr um das Wohle unserer Frauen!

00:07:14: Und die Frauen kommen auch nicht nur einmal, das sind dann wirklich ... Genau.

00:07:19: Nach Mexikern.

00:07:19: die Patientinnen machen dann Therapievorschläge auf die Patientin adaptiert und die Patienten gehen dann zum Hausarzt oder zum Haushalts- zwischendurch so alle halben Jahre oder wie auch immer, wenn es ein grüberes psychisches Problem gibt und bestellen wir sie kurzzeitig.

00:07:37: Oder wenn es auch ein medizinisches Problem ist, bestellen man sie kurzzeitig und sie kommen immer wieder so.

00:07:42: Aber die Hauptansprechpartnerin bleiben natürlich die Hausärzte und Hausarztinnen.

00:07:49: Ist das Zentrum finanziell und personell entsprechend gut abgesichert?

00:07:53: Das hat ja doch eine große Aufgabe, weil der Spektrum ...

00:07:59: Nein, also das ist eh klar.

00:08:01: Ich habe eine Hundertprozent-Stelle und meine Kollegin die Frau Dr.

00:08:05: Schweitzer hat eine Fünfzig-Prozent-Sstelle und wir zwei machen das gemeinsam.

00:08:12: Also ihr kümmert euch um all diese Patientinnen von überall her?

00:08:16: Versuchen wir.

00:08:18: Hast du Erklärung für diese stiefmütterliche Behandlung?

00:08:23: Nein!

00:08:26: Es gäbe gute Gründe da bis ich mehr Geld und Personal zur Verfügung zu stellen.

00:08:31: Na ja, ich glaube es ist generell eine Budgetknappheit im Gesundheitssystem und jetzt wird mehr auf Vorsorge und auf Beratung gesetzt.

00:08:48: Also weniger auf das ganz konkrete medizinische.

00:08:54: Das Herz der Frauen war zu Beginn des Frauengesundheitszentrums ein Schwerpunktdema.

00:09:00: Damals wurde auch eine Awareness-Kampagne mit dem Motto, Hartz Tod ist weiblich gestartet.

00:09:08: Im Jahr zwanzig-einundzwanzig waren fünf und dreißig Komma sieben Prozent aller Todesfälle bei Frauen auf Hartzkreisler Verkrankungen zurückzuführen, führen zwanzich Komma.

00:09:19: ein Prozent starben an den Folgen einer Krebserkrankung.

00:09:23: ist also weiblich geblieben.

00:09:25: Kannst du dir und uns erklären, warum Herz-Kreislauferkrankungen trotzdem als typisch männlich gelten?

00:09:33: Naja, es gibt mehr.

00:09:34: Alles im Leben ist multifaktoriell.

00:09:36: ein großes Problem dass ich schon sehe das auch aufgrund unserer ganzen Kampagne in dem wir schon seit fünf und zwanzig Jahren machen die Frauen selber nicht glauben dass sie herzgangen sind.

00:09:47: Die Frauen glauben auch nicht.

00:09:49: gerade die Risikofaktoren wie erhöhte Blutdruck der sich initial gleich anfühlt wie einer niedrigter Blutdruck.

00:09:59: Und die Frauen glauben immer, dass sie eine atrielle Hypotonie haben weil sie schon als Mädchen umgefallen sind, weil ihnen so schwindelig war und so weiter.

00:10:08: das ändert sich aber und gerade mit dem eintreten der Wechseljahre auch hormonell dessen wesentlicher Faktor ist um einen erhöhten Blut druck dann zu bekommen.

00:10:19: Und das sehen die Frauen nicht, dass sie eine Risikoprozentin wären.

00:10:25: Das ist einmal ein Punkt.

00:10:27: Sie glauben nicht, daß sie einen erhöhten Blutdruck haben und wenn sie Sprechen in der Brust haben, dann haben sie eher Angst vor am Brustkrebs wie vom Herzinfarkt.

00:10:36: Das is sicher ein Punkt!

00:10:37: Der zweite Punkt iis, dass Frauenherzen schlagen für andere, wenn Frauen mehr in ihre Aufmerksamkeit ihrer ihre eigenen Bedürfnisse etwas, sagen wir die Hälfte der Zuwendung sich selber gegenüber aufbringen würden wie ihren Partner-Bartnerinnen Kindern und so weiter.

00:11:02: Dann wäre das auch etwas was glaube ich schon wichtig wäre für die Gesundheit von Frauen und was natürlich zum Beispiel gerade die Blutdruckmessungen dreimal täglich bei den Frauen sich nie ausgehen, weil sie keine Zeit haben oder sonst irgendwas.

00:11:18: Also ich denke so mal so mal um Frauen müssten ihre Risikofaktoren schon ernst nehmen und an denen arbeiten und natürlich auch die Medikamente einnehmen.

00:11:31: dann so wie man es sagt.

00:11:34: Habt ihr's da?

00:11:35: Naja, es ist weiblich.

00:11:37: Also die internationale Literatur beschreibt das auch, dass Frauen generell weniger Tabletten nehmen wollen, Es ist bei mir immer Diskussion in der Frauenambulanz.

00:11:51: Ich sage, Sie haben einen erhöhten Blutdruck, den haben sie schon lange.

00:11:54: Wir brauchen nicht so ein Blut-Druck-Medikament.

00:11:56: Die Patientin sagt auch, ich habe sicher keinen hohen Blut druck.

00:11:59: Also doch, Sie hatten noch einen hohen blutdrucks.

00:12:01: Das hat mich jetzt beweisen, wenn wir mal vier, zwanzig Stunden Ecke gehen, eine Blutduckmessung da ... Aha!

00:12:06: Ja gut was für ein Medikament schlagen Sie vor?

00:12:08: Dann sag ich, wir probieren dieses Medikamen mit und dann dreimal täglich messen kann ich nicht okay.

00:12:14: Gut an das Medikament nach der Platte mag ich noch keine nehmen.

00:12:18: probieren es noch einmal drei Monate.

00:12:20: Es ist so ein bisschen wie am Brennermarkt, muss man sagen und ich glaube schon dass das aber auch Faktor wäre.

00:12:25: wenn man sich da ein bissel oder halt ich versuche dann meine Patientinnen ein bissl mehr Augenmark auf sich selbst zu richten dann glaube ich haben wir da schon einen kleinen Teil Erfolg bezüglich unserer zunehmenden Herztozahlen.

00:12:40: Müsste Hartz dort, dass weiblich auch heute noch so gräll wie flächendeckend plakatiert werden um das Bewusstsein zu fördern?

00:12:47: Das du gerade angesprochen hast.

00:12:50: Ja schon eben wie gesagt weil die Wahrnehmung der Patientinnen Corona-Risikofaktoren von den Frauen selber etwas vernachlässigt wird oder sie haben immer Angst vor anderen Krankheiten.

00:13:04: Und natürlich muss man auch sagen, dass es für uns Medizinerinnen und Medizinern oft ja, es fallen dann halt auch viele andere Differenzialdiagnosen ein.

00:13:17: Manchmal denkt man nicht aus allererste, sondern Herzinfarkt bei einer jungen Patientin.

00:13:22: Das ist so dieses klassische Bild oder?

00:13:24: Dass man gleich denkt, sie hat irgendeine Kreislaufgeschichte und kriegt

00:13:29: Zucker, Unterzucker.

00:13:31: Genau das.

00:13:35: Also ich denke dass wir da schon in die richtige Richtung gehen.

00:13:40: Bluthochdruck, du hast gerade schon angesprochen.

00:13:42: Ist ein Hauptrisikofaktor für Herzkreislauferkrankungen und bei Frauen besonders tricky?

00:13:49: Zum Beispiel eben weil viel häufiger Unternebenwirkungen der Blut-Hochdruckmedikamente leiden als Männer.

00:13:56: Was läuft da schief?

00:13:58: Naja außen ist wie vorhin auch bedohnt.

00:14:01: also dreimal täglich Blutdruck messen Nicht meinetschbar.

00:14:05: Dann Medikamente, wir wissen Frauen beschreiben.

00:14:09: internationale Literatur sagt es auch die Frauen haben wesentlich mehr Nebenwirkungen.

00:14:14: Es hat sehr lang in der Medizin immer nur so einmal eine Tablette gegeben was natürlich für den Fünfzig Kilo schwere Frauen am hundertkiloschweren Mann andere.

00:14:27: Wir sind draufgekommen, dass gewisse Medikamentengruppen bei Frauen Nebenwirkungen machen wie zum Beispiel die ACE-Hemmer.

00:14:37: Das dupische Halsräuspern was die Männer nicht haben.

00:14:41: und dann ist natürlich noch etwas gerade mit dem Blutdruck und der Bluttdruck Einstellung das der Körper eigentlich diesen etwas erhöhten Blutdruck, ganz gern mag.

00:14:50: Ich sage immer das ist dieses Espresso-Phänomen ich trinke einen Kaffee und dann geht es los.

00:14:58: pausenlose Situation, dass man da ein bisschen angetrieben ist und ein bisschen gepusht wird.

00:15:04: Das gefällt... das brauchen die Frauen oft und sagen ja oder muss ich das und das und des nur machen?

00:15:08: Während wenn man dann natürlich den Blutdruck versucht einzustellen, die Patientinnen sozusagen heruntergefahren werden und sie das ganz furchtbar finden, dass sie nicht mehr so getrieben sind in den ganzen Tags sondern sagen, ich tue noch mal die Hälfte und ich sage es ist genau sie.

00:15:26: nun Zweck von ihrem Blut druck Wenn ich Kopfschmerzen habe, dann ist der Kopf weg.

00:15:35: Dann habe ich eine höhere Compliance wie wenn ich einen Blutdruckmedikament versuche anzufangen und die Patientin ein bisschen herunter zu fahren.

00:15:42: Und dann geht es mir eigentlich in der ersten Zeit viel schlechter als vorher, weil ich das Gefühl habe, dass ich nichts mehr tue.

00:15:49: Mein tagtäglicher Plan kommt total durcheinander.

00:15:54: Das ist auch sicher eine Frage der Compliance.

00:15:57: Oder würde es nicht verstärken, dass sich die Blutdrucktabletten weiternehmen?

00:16:02: Dann kriege ich noch ein Hausreuschen und dann ist die Nebenwirkung.

00:16:06: Und dann lasst man die ganze Geschichte.

00:16:09: Und die Tablette ruht in Frieden am Nachkasten...

00:16:13: ...und verfallt!

00:16:14: Und verfallte ja genau.

00:16:17: Wie lange dauert's eigentlich um einen Blutzuck richtig einzustellen oder das richtige Medikament für die Frau zu finden?

00:16:23: Naja, das ist ein ganz schwieriges Thema generell weil auch das ist sehr multifaktoriell.

00:16:29: Ich sage immer wenn ich achtzig Prozent vom Umfeld von meinen Patienten entfernen könnte nachher bräuchte man fast keine mehr Blutdruck der Blätten weil es natürlich auch sehr viel psychisch ist.

00:16:41: und wieviel Aufregung und was er sieht Versorgungsmanagement vom Mann von der Mutter von der Schwiegermutter dass natürlich diese Frauen sehr oft herausnehmen muss, also ihrer sozialen Situation.

00:16:54: Ihnen das mal ganz klar und plausibel so eine Chance.

00:16:57: um sechs Uhr in der Früh geht es los.

00:16:59: Dengdengdang!

00:17:00: Und jetzt gibt es bis zu neunzehnt Sekunden.

00:17:02: Wundern Sie dann, wenn sie am Abend zwei Hundert Druck haben?

00:17:05: Das wundert mir überhaupt nicht.

00:17:06: Also was können wir wegstreichen?

00:17:08: Muss man wirklich um sechs in der Frühe?

00:17:10: Geht's nicht um halbe, sieben oder können sich nicht in der frühe oder am Vormittag?

00:17:15: eine Stunde für sich?

00:17:16: Was auch ganz wichtig ist... Nicht nur die medikamentöse Therapie, sondern was vom Blutdruck her ganz wichtig ist.

00:17:23: Dass man sich ein bisschen in der Natur ausgeht und sich bewegt, dass man ein bissel runterfährt das ganze System hinterfragt.

00:17:30: Anfangs muss ich wirklich fünfmal die Woche etwas schauen, ob die Bettwäsche frisch ist zum Beispiel oder... Dass die Patientinnen sich gegenüber einfach ein bisschen mehr Zeit einberaumen.

00:17:43: Wenn Sie sagen, ich muss eine Stunde gehen, hat die Frau Doktor gesagt.

00:17:47: Dann gehen sie nicht nur eine Stunde, sondern denken sie auch eine Stunde.

00:17:50: Weil man geht ja nicht sinnlos vor sich hin, sondern man reflektiert was und es kommen keine Ideen.

00:17:56: Man kann das vegetativ um ein bisschen herunterfahren... Die beste Tablette wäre das gegen den Blutdruck.

00:18:02: Natürlich eine Gewichtsreduktion.

00:18:05: Das wissen wir alle, das ist oft schwierig zu erreichen und da kriegt man dann noch mehr in Stress.

00:18:10: aber die Blutdock-Einstellung kann man schon auch natürlich unterstützt mit Medikamenten nicht nur.

00:18:19: Es ist eine multifaktorielle Geschichte wo man den Patienten einfach vor Augen halten muss.

00:18:25: Wo stehen sie jetzt im Leben?

00:18:27: Was bröckelt jeden Tag rein?

00:18:30: Das kann einmal eine Tablette nicht ändern.

00:18:34: Und ich kann ihnen nur so viel Blutdruckmedikament geben, wenn sie sich am Abend ärgern weil Fernsehprogramm oder schon irgendwo aus dann wird der Druck hoh sein und da müssen wir schauen was Ärger zu ihrem Fernsehen entweder ausschalten hat er schon etwas zum Beispiel.

00:18:51: also ich denke das ist dass man es eben mit der Patientin besprechen muss oder dass sie das gerne mit den Frauen dann besprechen und zu analysieren.

00:19:02: Wenn ein Patient ihnen das klar ist, fahren sie ihn ja unglaublich flexibel.

00:19:06: Und wenn ihnen das dann klar wird, können Sie das auch ändern?

00:19:11: Das ist denn eigentlich mehr eine Lebenshilfe.

00:19:15: Eine Lebensqualitäts-Lebensteilierung für

00:19:18: einen fernen Achtzig Prozent vom Umfeld.

00:19:22: Dann geht

00:19:22: es uns gut!

00:19:25: Leichter gesagt als getan wahrscheinlich.

00:19:27: Na ja, ist

00:19:28: schwierig!

00:19:30: Aber es ist dadurch das Versorgung immer von Frauen gemacht und sei jetzt nur die Nachbarin oder sich Frauen das selber machen oder die Kekse selbst gemacht sein.

00:19:38: Das fällt doch kaum auf wenn der irgendwo kauft einen Bauermarkt oder irgendeine Bäuerin das macht.

00:19:44: Und man, das sind halt so Sachen, die man dann einfach im Detail diskutieren muss, ist ihnen das wirklich wert?

00:19:50: Jetzt dürfen wir aber nicht den Blutdruck der Bäuerinnen in die Höhe schnellen

00:19:53: lassen.

00:19:53: Nein!

00:19:54: Und Gott will, da müssen sie alle Kriegspaar sind.

00:20:01: Die Leitlinien für das Management von Bluthochdruck aktualisiert.

00:20:08: Also neu identifizierte Risikofaktoren wurden darin etwa Blut-Hochdruck oder Blutdruck assozierte Komplikationen bei der Schwangerschaft, früheres Einsetzen der Menopause, geringes Geburtsgewicht und Migrationshintergrund genannt.

00:20:24: Ich nehme an, dass dir diese Risikofaktoren längst bekannt waren.

00:20:28: Wie wichtig ist es, dass Sie seit Jahrzehnte und Jahrzehn in den Handlungsempfehlungen für Medizinerinnen zu finden sind?

00:20:36: Na, es ist extrem wichtig für mich bzw.

00:20:39: generell auch für die Frauen weil natürlich in den Guidelines ist die Basis von jeglicher Therapie das heißt State of the Art Therapie muss angeboten werden.

00:20:49: internationale Standards können alle Kolleginnen und Kollegen Und dass Können die Frauen auch einfohlen beziehungsweise brauchen sie nicht einfordern.

00:21:00: Das sollten wir liefern oder liefern wir und sonst ist das einklopper.

00:21:04: also dass das in den Richtlinien aufgenommen wird, ist extrem wichtig für uns und es ist ja extrem wichtig.

00:21:11: Für mich als behandelnde Ärztin, dass man sich daran halten kann und sagt nach den Richtlinen von der europäischen Herzgesellschaft

00:21:18: usw.,

00:21:19: ist es ganz klar definiert.

00:21:22: Also müssen demnach die Ärztinnen und Ärzte wenn sie den Blutdruck ihrer PatientInnen

00:21:28: Was

00:21:29: ich anschauen in den Griff bekommen, wollen eigentlich auf diese Risikofaktoren Sie ansprechen.

00:21:33: Also müssen sie fragen wie war das?

00:21:35: In deiner Schwangerschaft, wann hat deine Menopause eingesetzt?

00:21:41: Sind es Dinge die man erwarten muss dürfen?

00:21:45: Das Problem ist, es ist mir schon klar dass im niedergelassenen Bereich einfach das ein Zeitfaktor ist.

00:21:55: Aber dass das schon im Laufe der Jahre, meistens ist es ja so, dass die Haushalts- und Haushalzer die Patientinnen über Jahrzehnte begleiten und eh wissen wie oder was diese Sachen in ihnen geguckt sind.

00:22:07: Aber an und für sich bei einer Blutdruck-Einstellung muss man das schon abfragen oder halb Meter Patientinnen rühren.

00:22:16: Jetzt ist ja auch wahrscheinlich den Patientinnen selber nicht klar, was für Risikofaktoren sie in sich tragen.

00:22:22: Oder ganz gut, wenn Sie das... Ja,

00:22:25: oder zum Beispiel an die Aktionen.

00:22:27: Das war so ein großer Risiko.

00:22:30: Allein Sport- oder Bewegung, die Motivation und schwertreppelsiven Menschen zu motivieren, dass wir jetzt gemütlich eine Stunde im Wald spazieren, das ist ein Risik ofakt.

00:22:46: Das muss man schon berücksichtigen.

00:22:48: Ist das eigentlich das Faszinierende am Blutdruck, dass der so... Umgehend reagiert.

00:22:53: Ja, pausen raus oder?

00:22:55: Das ist im Grunde dauernd, dauernder in das Niedleich, oder?

00:22:59: Nein!

00:23:00: Ich sage immer, weil meine Patientinnen sagen, der ist immer unterschiedlich und wenn ich dann nachmisse wird er noch höher und sage ja, dann wird er auch noch höher.

00:23:07: Der rickste auf, der steigerste eine, das ist ja dann das Problem, dass es sich dann wie so die Patienten in den Notverlaufnahme kommen, weil sie zwar hundertzwanzig Blutdruck haben, haben schon fünfmal gemessen, er ist immer noch höher geworden, noch höher, dann kann die Rettung, dann kommen's zu uns und ist der Blut druck wieder.

00:23:23: Also das ist maximall beeinflussbar.

00:23:26: Oder zum Beispiel durch Hintergrundmusik, wenn wir mehr Jahre lang auf der Innsbrucker-Frühausmesse immer Blutdruckmessungen gemacht haben, war bei jedem zu hoch.

00:23:34: Weil einfach im Hintergrund Lärm und Leute waren... Man muss da ganz gewisse Regeln einhalten.

00:23:42: Außerdem es ist ja ein orientierender Wert.

00:23:47: Es geht um einen Durchschnitt Jede Patientin kann mal zweihundert Druck haben für zehn Minuten.

00:23:52: Das ist ganz normal, das muss auch das Blutgefäßsystem aushalten.

00:23:56: Nur soll er nicht vierundzwanzig Stunden zu Hause sein.

00:23:59: Also muss man da immer ein Mittel dienen und es wird auch immer Patienten hingeben, gerade die Eltern-Patientinnen wo man schauen muss dass sie mit hundertzwanziger zu achtzig mit noch umwerfen sind einfach zmürt.

00:24:11: Die raffen sich nicht auf.

00:24:12: Da haben wir ein bisschen Gefäßverkalkung, die brauchen ein bissel mehr Druck damit im Hirn alles ankommt, aber das ist eben ganz spezifisch auf Patientinnen und Patienten angestimmt oder adaptiert.

00:24:30: Was sollten denn die Frauen unbedingt beachten?

00:24:33: Und welche Untersuchungen sollten sie unbedingt in regelmäßigen Abständen durchführen lassen um ihr Herz-Tortrisiko zu minimieren?

00:24:42: Blut-Tests, also immer nicht würde die Risikofaktoren halt so in alle Halben.

00:24:47: Ja, schauen wir hoch ist mein LDL-Kolesterin und mein HDL-kolesterin, das gute und das schlechte.

00:24:53: Wie schaut generell dieser Lipo auch?

00:24:55: Also dieser Faktor für ... Atherias chlorose, dieser genetische Faktor habe ich dann ja oder nein.

00:25:03: Wenn ich den habe muss ich genauer eingestellt werden.

00:25:06: Habe ich ein Diabetes-Risiko wie es mein Langzeitzucker ist?

00:25:09: also diese Risikofaktoren die wir sozusagen abfragen können und dem im Blut sehen dass man den macht in regelmäßigen Abständen wenn's gut eingestellte halbjährlich.

00:25:22: Und was immer gut ist, ist eine Belastungsecker-G, weil man nicht nur sieht wie das Herz sich bewegt oder halt was das Herz macht und der Belastungen, sondern man sieht auch ob der Blutdruck zum Beispiel adäquat ansteigt, ob man eine Tendenz hat dass man hohen Blut druck kriegt.

00:25:41: also unter Algometrie ein Belastungssecker G Nichts Invasives, das ist nichts Gefährliches.

00:25:47: Wo man da jetzt irgendwelche Löcher beortet im Patienten.

00:25:50: Also Algometrie und dann mal ein Ultraschall als Ausgangswert.

00:25:54: wenn ich hohes Cholesterin zum Beispiel habe wie schaut mein Hallschlag aus?

00:25:58: Ist es sehr verkalkt oder nicht?

00:26:00: Da kann man rückschließen... Wie schauen vielleicht meine Augen im Hintergrundgefäße aus?

00:26:05: also so dass man ein bisschen screent und ungefähr weiß wo man steht.

00:26:10: Wie sinnvoll sind diese Smartwatches, die viele verwenden auch um ihr Herz zu beobachten?

00:26:21: Es gibt ja auch mittlerweile ein Blutdrucks Watch.

00:26:24: Das Problem ist, das ist ein technisches Gerät und es kommen auch ganz oft Patienten.

00:26:31: Meine Uhr hat geschrieben, ich habe jetzt Vorhofflümmern aber kein Herzinfarkt.

00:26:35: Das Problem is', dass es da natürlich schon Fehlmessungen gibt weil die Uhr nicht ganz unterscheiden kann ob das jetzt vorhofflimmen oder von meinen Extrasystemen.

00:26:46: Es ist schon orientierend Der Großteil von meinen Patienten hat jetzt keine solche Smartwatch, sondern irgendeine Uhr, was sie vielleicht von ihrer Patin zur Firmung schenken kann.

00:27:00: Es ist eher nicht so das Thema.

00:27:01: aber ja für die Jungen hat es auch halt für meine Patientinnen mit zwar Smartwatch.

00:27:06: also man darf nicht alles so viel Bauremünze nehmen.

00:27:09: Also manchmal ist die EKG-Interpretation nicht so optimal.

00:27:14: Und es kann ja auch wahnsinnig machen gestellt werden.

00:27:15: Genau, die ganze Zeit schreibt du hast jetzt so einen Bulls, du hast das zu hoch, du musst noch drei Minuten nicht bewegen und dann ist alles perfekt.

00:27:24: also... Das ist ein bisschen Trick.

00:27:28: Wenn man sich die gesamte Frauengesundheit betrachtet, auch das Frauen-Gesundheitszentrum, ist ja doch vieles passiert?

00:27:35: Es ist viel Gutes, aber es könnte ja noch einiges besser werden.

00:27:41: Was sind eigentlich deine dringlichsten Forderungen im Zusammenhang mit der Frauengesundheit?

00:27:47: Welche Tuduliste sollten Entscheidungsträgerinnen in Politik, Wissenschaft und Gesundheitswesen so schnell wie möglich abarbeiten?

00:27:57: Ja, ich meine es wäre ganz wichtig dass wir eine Etablierung von Anlaufstellen mit einem qualifizierten Personal also praktizierende Ärztinnen und Ärzte die Agenda Diplom haben.

00:28:09: Und auch die Mitarbeiterinnen das die geschult werden nehmen mehr Unterrichten auch in den Fachhochschulen oder im Ausbildungszentrum West Dass man einfach mal gehört hat was sind die Unterschiede?

00:28:23: Und was schon das Wesentliche ist, dass man kennen muss, dass Frauengesundheit eine ärztliche Qualifikation ist.

00:28:32: Wie jedes andere Fach auch und es gibt... Man kann sich nicht sagen ich habe jetzt vier chirurgische Operationen gesehen Ich bin selbst ernannte Chirurgin Also da braucht es gewisse Richtlinien und dass man die einhaltet Angebote alle wahrgenommen hat, um eben dann sagen kann okay ich bin eine Schenner Medizinerin oder Frauengesundheits spezialisiert für Frauen Gesundheit wobei das große Problem oft ist, Güneekologie ist ganz ein wesentlicher Faktor.

00:29:13: Ist überhaupt kein Thema.

00:29:15: aber Günekologie ist nicht gleich Frauen gesundheit wie Frauen Gott sei Dank bestehen nicht nur aus Eierstöcken und Gebärmuttern über Gebärmüttern, sondern es gibt auch einen Rundum und ich denke das Frauengesundheitsangebot von Medizinerinnen und Medizinern für alle Altersgruppen vom Kind bis Seniorin.

00:29:35: Dass man denen nicht so möglich sein Profil, sein Risikoprofil zu erstellen damit man dann mit dem arbeiten kann und dann weiter behandelt wird von meinen Fachkollegen und Kollegen.

00:29:48: Also ist es ganz gut für Frauen, die in den Wartezimmern der Ärztinnen und Ärzte sitzen nachzuschauen ob da vielleicht ein Gendermedizin-Diplom

00:29:58: ist oder ja.

00:29:59: Aber es ist auch nun für sich ein Pflichtteil in der Lehre bei einer Medizin-Union Innsbruck.

00:30:06: das hat die Frau Professor Hochleutner damals implementiert.

00:30:09: also es wird keiner sozusagen... Es muss jeder Gendermedizin hören Und das ist keine freiwillige Geschichte, sondern Pflichtfach.

00:30:19: Und es ist schon die Basis damit sie das einmal gehört haben in der Ausbildung auch an den Krankenpflegeschulen.

00:30:25: Ist Jena Medizin überall wach dort?

00:30:29: Gott sei Dank!

00:30:31: Vielen vielen vielen Dank für dieses Gespräch und wir werden uns sicher wieder Herr Nemi an.

00:30:38: Ja gerne, natürlich immer okay.

00:30:41: Und dann wünsche ich noch einen schönen Tag.

00:30:43: Danke ebenfalls.