Heilsamer Klangraum
Shownotes
Margret Seebacher ist Musiklehrerin und Musiktherapeutin und arbeitet als solche in der Neonatologischen Intensivstation der Uniklinik Innsbruck. Dass Musiktherapie bei Frühchen die Vernetzung der Hirnregionen, die für Kognition, Hören, Feinmotorik und die emotional-soziale Verarbeitung zuständig sind, stärkt, machen die Musiktherapie auf Neointensivstationen zu einem potenziellen Gamechanger für die Leben der Kleinsten.
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00:00:00: Heute freue ich mich sehr, Margaret Seebacher zu einem ganz besonderen Podcastgespräch Willkommen heißen zu dürfen.
00:00:06: Wir werden über Musiktherapie bei Frühchen also die wundersam heilsame Wirkung von Musik sprechen mit der Margret auf der Neointensivstation der Uni Klinik Innsbruck arbeitet.
00:00:19: Liebe Margret lass uns doch mit dir starten und deinen Antworten auf die Fragen wer bist du was machst du?
00:00:25: Und was treibt dich an?
00:00:29: Ich bin geboren in Innsbruck, in einer Familie mit Sönskindern.
00:00:36: Und wir haben eigentlich so lange – wie erinnern kann – da heimgesungen oder so bin ich aufgewachsen, in die Volksmusik hinein gewachsen.
00:00:48: Die Mama hat mit uns Kinder neben gesungen.
00:00:51: zuerst und dann später haben wir Volksmusika-Instrumente alle gelernt.
00:00:57: Ja für mich war das eigentlich totaler natürliche Weg in die Musik durch das Singen von Kinderliedern wahrscheinlich zuerst und dann aber auch vor allem in der Volksmusik.
00:01:07: Und ja, das haben wir auch aufgetreten oder sagen wir aufgetreeten und haben später auch mit Instrumente gespielt.
00:01:16: Das war der Beginn und später hat die klassische Musik mich sehr angezogen und natürlich Jazz- und Pop-Musik, aber vor allem die Klassik.
00:01:26: später dann auch im Konzertorium Gitarre studiert und später auch Blasmusik, also Blaskabelle.
00:01:33: Ich habe den Nohrhörn- und Ventilpersonen gelernt was mich auch total interessiert hat einfach weil es ein anderer Zugang ist und eine andere Art zu spielen.
00:01:44: Und ja das Singen miteinander war sehr etwas Schönes und hat mir eigentlich mein ganzes Leben weiterhin begleitet.
00:01:53: die singe jetzt auch in einem Chore mit.
00:01:54: Ich bin dann für siebzehn Jahre nach Holland gegangen, habe in Amsterdam gewohnt und hab dort oben Musikterer bistudiert.
00:02:03: Und hab als Musikter erbeutend dort gearbeitet bevor ich zwanzig zurück nach Innsbruck bin und jetzt an der Musikschule arbeite als Gitarrelehrerin Volksmusik auch und an der Klinik eben mit den Frühchen und krankebornen, Davies Arbeit.
00:02:23: Ganz was Schönes!
00:02:25: Aber war in ganz anderen Säldern auch in Holland gearbeitet?
00:02:28: Ja...
00:02:31: Weil ich das Glück habe dich zu meinen Herzensmenschen zählen zu dürfen weiß ich dass Musik deine Tage und dein ganzes Leben begleitet.
00:02:41: gerade erwähnt, dass das eigentlich von Anfang bis immer und andauernd der Lebensinhalt ist.
00:02:48: Wie ist denn die Musik zu dir gekommen?
00:02:50: Oder hast du irgendwie ... Hast du bewusste Erinnerung daran wie es passiert ist oder war das einfach immer da?
00:02:58: Ja gefühlt war das irgendwie immer da, als Kind singst du eigentlich einfach.
00:03:05: Ja, ich kann mich nicht daran erinnern.
00:03:07: Ich kann mir an manche Auftritte erinneren als kleines Kind oder dass Männer Messdecksungen haben oder in einem Rest bei alten Feiern und so.
00:03:18: Das ist einfach mit dir großgegangen?
00:03:22: Genau!
00:03:22: Und das ist auch wirklich eine wichtige Wurzel muss ich sagen.
00:03:27: Oder Identität auch, wenn wir Bergsteigen oder ja in den Bergen zu singen... Das finde ich auch total was Schönes.
00:03:36: Das ist irgendwie einfach eine große Verbindung, eine tiefe Verbindung mit Menschen und mit der Natur.
00:03:44: Dein Juchhetzer ist sensationell auf den Gipfeln, kann ich hier sagen!
00:03:54: Musik ist einfach eine große Geschichte in deinem Leben und es gibt Theorien, laut denen sich die erste menschliche Sprache aus Gesängen bildete bei denen rhythmisch nachgeahmte Naturlaute zur Kommunikation zwischen unseren Uhrahnendienten.
00:04:10: Auch erste Instrumente wie etwa die Schwürblättchen mit ihren windähnlichen und ziemlich meditativen Klängenzeugen davon, dass Musik eine wichtige Rolle im rituellen Leben schon der Menschen aus der Steinzeit gespielt haben könnte.
00:04:25: Kannst du den offenkundigen archaischen Zauber der Musik nachvollziehen und ihn vielleicht mit deinen Worten beschreiben?
00:04:36: Ja ich glaube das wirklich die Sprache wahrscheinlich aus den Lauten gekommen ist Und ich glaube, dass Musik oder vor allem auch Rhythmus sehr wichtig war zur Verbindung von Menschen.
00:04:53: Ob das jetzt Rituale waren oder auch die Kommunikation natürlich und Eigenschaften von der Musik seien ja eigentlich auch, dass man in Trans können kann – das Rituelle oder später dann Messen.
00:05:08: Dass Musik da eine sehr wichtige Rolle gespielt hat vor allem Rhythmen oder auch, wie du sagst, Klänge haben ja transarweckende Wirkung und es gibt also uralte Knochenflöten wo man eigentlich einfach weiß dass Musik schon vor langer Zeit wichtig war für eine Gemeinschaft.
00:05:34: Wenn du auch erzählst, dass du bei der Blasmusik dabei warst Das spürt man ja auch, wie das verbindet auf
00:05:44: allen Dingen hin.
00:05:46: Sehr faszinierend,
00:05:48: oder?
00:05:51: Es haben richtig viele kloge Menschen versucht Musik in Worte zu fassen.
00:05:57: Schon ein ganz kleines Lied kann viel Dunkel erhellen, soll Franz von Assisi gesagt haben.
00:06:03: Platon wusste das Musik und Rhythmus ihren Weg zu den geheimsten Plätzen der Seele finden – und schön ist auch wovon Eta Hoffmann überzeugt war, der sagte wo die Sprache aufhört fängt die Musik an!
00:06:19: Wann hast du begonnen, dich mit der umfassenden Wirkkraft der Musik in einem tieferen und größeren Sinn auseinanderzusetzen?
00:06:27: Welche Fragen hast Du Dir da gestellt?
00:06:31: Ich glaube dass das bei mir eigentlich einfach das Erfahren war was Musik dort.
00:06:36: Also nicht dass ich da früher drüber nachgedacht habe aber einfach die Erfahrung von Musik... ...ein Schüchtern als Mehl gewesen und ich glaube wir haben mich in der Musik besser ausrücken können als durch die Sprache.
00:06:53: Das ist glaube ich langsam so gewesen und ich kann also das, was die drei gesagt haben eigentlich alles unterstützen oder unterschreiben weil ich eben auch finde dass Musik da wo die Worte aufhören manchmal anfängt oder dass Musik jemanden so berühren kann dass das Herzen oder der Seele eigentlich reinsehen kann, oder dass Menschen durch Musik sich öffnen.
00:07:25: Das habe ich in der Musikterapie natürlich erfahren und eben eine eigene Erfahrung von Verbindungen, von Kommunikation auf auch über diesen Non-Verballing hinaus eben.
00:07:37: Und Trost Freude!
00:07:42: Ja, das habe ich einfach erfahren und deswegen glaube ich wollte die wieder irgendwann einmal gemerkt haben es gibt Das Fach Musiktherapie oder den Beruf habe ich mir gedacht, das möchte ich machen.
00:07:53: Und es hat dann ein verlangter Gedauert.
00:07:55: Es war in Amsterdam oder Holland wo ich dann wirklich studiert hab.
00:07:59: aber das ist sowas Schönes auch durch die Arbeit dass sie da erfahren haben wie Musik umfassend von der Wiege zur Baurei eigentlich wirken kann.
00:08:16: dass Musik den Menschen gut tut, eine heilsame Wirkung hat und nicht nur ihr Wohl befinden sondern auch ihre Gesundheit fördert.
00:08:24: Und stabilisiert ist ganz arg grob umschrieben Grundlage der Musiktherapie.
00:08:30: Du hast eben diese Heilmethode beziehungsweise Therapieform in Amsterdam studiert und nach deiner Rückkehr nach Österreich auch das Masterstudium Musiktherapies an der Kunstuniversität Grazerfolgreich abgeschlossen.
00:08:43: Wie wird Musiktherapie eigentlich definiert?
00:08:46: Was kann sie?
00:08:48: Musiktherapeut ist die geplante und bewusste Behandlung von Menschen, die Probleme haben in verschiedenen Bereichen.
00:09:02: Kontakt, Kommunikation, Menschen mit Demenz, Störungen, Menschen die Entspannung... brauchen oder gerade in Bewegung kommen sollten.
00:09:13: Das ist was Musik kann, also man arbeitet mit den Eigenschaften Musik von Musik und auch mit den Komponenten wie Rhythmus, Dynamik Melodie Klang Harmonie das sind eigentlich die Teile mit denen wir arbeiten und das kann individuell sein oder eben in Gruppen.
00:09:36: Das kann sein, dass jemand mitspielt.
00:09:39: Dass man für jemanden spielt oder auch, dass man gemeinsam Musik hört und dann entstehen Prozesse und wird da weiter gearbeitet, behandelt genau.
00:09:52: Wie ist es wieder eigentlich draufgekommen?
00:09:53: Oder seit wann gibt's denn die Musiktherapie jetzt als wirkliche Therapieform überhaupt?
00:09:59: Ja das wird schon... Ich glaube, dass das in Amerika begonnen hat Wenn es mich nicht täuscht nach dem Krieg, dass Soldaten die heimgekommen sind und die schwere psychische oder andere Probleme gehabt haben.
00:10:14: Dass sie da einfach Musikanten oder Sänger in die Krankenhäuser gebracht haben und das sie gemerkt haben was Musik eigentlich kann.
00:10:26: Ich glaube das hat in Amerika begonnen ist dann nach Europa kommen auch in Österreich Mittlerweile angekommen, genau.
00:10:33: Gott sei Dank!
00:10:36: In Amsterdam du hast ja kurz erwähnt, hast Du vor allem mit dem Enten Menschen in der letzten Phase ihres Lebens gearbeitet auch mit Menschen eben die ihre Sprache längst verloren hatten.
00:10:48: Was hat Dich an der Arbeit mit ihnen besonders berührt?
00:10:51: Gibt es Beispiele für die Wirkung der Musiktherapie die Du gerne erzählst?
00:10:58: Also ich habe ihn in Amsterdam in verschiedenen Pflegeheimen gewartet nicht nur mit Menschen mit Demenz, sondern auch mit Menschen in Schlaganfällen oder eben im Hospiz.
00:11:08: Auch Menschen mit Korean Huntingtoner Krankheit, wo man die Sprache verliert unter anderem und ... Mit Menschen mit demenz habe ich viele Gruppen aber auch individuell gearbeitet Und das Schöne war ein Gruppen, dass einfach ... Wo auch man steht in der Krankheit Die Menschen können alle Gemeinschaft bilden durch die Musik.
00:11:32: Und irgendwas nur beitragen, dass das Ganze entsteht oder dass man das Gefühl hat, ich bin Teil von etwas, das schön ist und die Musik ist einfach das was dann verbindet.
00:11:43: Das ist das Schöne!
00:11:44: Die haben dann mit einem kleinen Rassel mit der Gitarre was vorgibt, dann spielen die einfach mit und kommen in Bewegung und erleben Freude.
00:11:54: Und erleben dass da jemand daneben ist und das sie da sein.
00:11:59: Und eben Lieder sind natürlich also persönliche Lieder vom Amsterdam oder Hollandische Lieder.
00:12:07: Keine Ahnung es bei uns ist gleiche mit auch Lieder, die eigentlich einfach an persönlichen Kontext haben oder Verbindung mit etwas.
00:12:17: Die können dann Erinnerungen auch raus rufen wieder und dann entstehen einfach die Menschen, erleben das dann wieder was für sie wichtig war?
00:12:29: Da kommen in ihr Kindheit oder in eine Jugend oder Momente, die in ihrem Leben wichtig waren.
00:12:35: Und ich erinnere mich an einen Mann der sehr weit schon in seiner Demenz Auch bei der Gruppe gewesen, und dieser war immer wieder aufgestanden durch den Raum.
00:12:44: Auf Suche nach irgendwas hat eigentlich auch nicht mehr genau gewusst wer er ist oder was er da tut, dem viel Unruhe... Und ist dann trotzdem wieder mal gesessen und ich bin zu ihm hingangen in dem Kreis und hab ganz persönlich für ihn ein Lied singen, wo ich wusste ob das kennt er und es mag er.
00:13:04: Dann habe ich einfach gemerkt dass sein Blick aus dem weit entfernten zurückkommt zu mir und dass da irgendwas in seinem Auge wieder aufblitzt.
00:13:14: Und er hat dann einfach was, ein Wort von dem Lied oder eine Referenz, das weiß ich nicht mehr, und hat es dann gesagt – und die haben ihn das ganze alleine einfühlen lassen – und dann hat er gesagt Ja, dort bin ich!
00:13:26: Also ja, das bin ich.
00:13:29: Das Gefühl dann, dass der einfach wieder gespürt hat wo er herkommt und wer er ist Das ist einfach wunderschön und sehr berührend.
00:13:38: Das ist mir sehr oft passiert.
00:13:41: Einfach die Freude, dass die Menschen aus der Gopel sind mit einer anderen Leichtigkeit und Freude rausgegangen.
00:13:51: Das war immer schön zu spüren und zu sehen.
00:13:55: Ich kann mir erinnern, wie du erzählt hast auch das tut.
00:13:58: In Mann-Holland ist ja ein Land mit Menschen aus der ganzen Welt sozusagen und wie du dann hergegangen bist und die Lieder aus deren Herkunftsländern einstudiert hast und genau diese Effekte und die Wirkung
00:14:15: zielt hast.
00:14:16: Dann hören sie ihre eigene Sprache wieder, Indonesisch oder was auch immer.
00:14:19: wenn man Alil oder zwar kennt, macht es natürlich noch mal viel mehr.
00:14:25: Wunderschön.
00:14:27: Jetzt arbeitest du mit Menschen in der ersten Phase ihres Lebens, mit Menschen die noch keine Sprache haben?
00:14:34: Deine Patientinnen und Patienten sind Frühchen auf der Neointensivstation der Universitätsklinik Innsbruck.
00:14:41: Musiktherapie in der Neonatologie ist relativ jung beziehungsweise neu.
00:14:47: Was reizt dich und was ist schön daran?
00:14:53: Das Schöne ist eigentlich das mal... Wirklich ein Beginn des Lebens, was bewirken kann.
00:15:00: Und eben wieder durch die Musik, die ich so lieb auch und dass ich sehen kann das es... Was tut wenn man ganz fein mit der Stimme oder mit einem Instrument jemanden bespielt?
00:15:14: Ein Klangraum schaffen kann, der Entspannung fördert oder den Stresslevel heruntersetzt?
00:15:23: Es ist eine ganz neue Umgebung für mich und nicht immer einfach natürlich auch die Eltern mitzunehmen in den Prozess, ja in Kontakt zu kommen mit den Kindern.
00:15:40: Aber es ist einfach ganz was schön.
00:15:42: sie kann sehr viel lernen und so schöne Arbeit genau.
00:15:48: Auf welchen Grundlagen bzw.
00:15:50: Erkenntnissen basiert Ihre Musiktherapie in der Neonatologie?
00:15:54: Weichen die stark von denen der Musiktherapeut bei Krankheitsbildern größerer Menschen ab?
00:16:01: Ja, also ... Bei den Babys ist ja der Hörsinn und das sind schon entwickelt Und deswegen kann Musik da schon was bewirken oder hören sie das?
00:16:15: Und die Eigenschaften von Musik, dass man Schmerz lindern kann.
00:16:19: Dass man in Kontakt gehen kann und in Resonanz gehen kann oder dass man etwas zurückgibt was man sieht.
00:16:28: Das ist Teil der Musiktherapie natürlich überhaupt und wirkt eben auch schon bei den Babys.
00:16:41: Der Hörsinn, du hast gerade kurz erwähnt ist einer der ersten Sinne, der sich im Mutterleib entwickelt und es gibt ziemlich faszinierende Studien beziehungsweise auch ganz alltägliche Beobachtungen der Reaktionen von Föten etwa auf die Stimme der Mutter oder eben auf Musik.
00:16:58: Weiß man wie ungeborene Geräusche wahrnehmen?
00:17:02: Wie darf man sich denn die intrauterine Klangwelt vorstellen?
00:17:10: spürt ihr und hört ja schon sehr viel im Mutterleib.
00:17:14: Also das sind die ganzen alle Geräusche von der Mama, ob es jetzt das Rauschen des Blutes ist oder ob das ... Die Verdauung ist der Herzschlag, ähm... die Stimme der Mama dann später, die sehr wichtig ist und der wirklich eine sehr große Verbindung eigentlich aufmacht und sehr viel Geborgenheit dann wenn sie auf der Welt sein kann.
00:17:35: Und das Kind ist hier in Fruchtwasser Und ... Ja, gedämpft.
00:17:45: Und von allen Seiten natürlich auf sich in der ... Kann ich auch noch nicht sagen das Kind von der oder der?
00:17:52: Oder das ist der und der Sounder Klang.
00:17:55: Das kommt ja alles auf ihn ein nach der Geburt einer.
00:18:01: Und das Wett durch eigentlich durch Knochen, das Schall eigentlich wird es durch die Knoche und Hautwiderstände weitergegeben eigentlich.
00:18:11: Und auch das Gleichgewicht.
00:18:15: Das schwimmt ja eigentlich noch und wenn es dann auf der Welt ist, dann sind natürlich ganz andere Sachen, die auf das andere Frühgeborene dann einstürzen eigentlich.
00:18:24: Viel Lärm viel Licht Döner Alarme Eingriffe natürlich.
00:18:34: Also das wird eine brutale Geschichte.
00:18:37: So ist es.
00:18:38: Ganz genau.
00:18:39: Und zu früh!
00:18:42: Nicht reif, noch nicht fertig und oft sind ja ganz viele Operationen oder Eingriffe nötig, die einfach den Schmerz erzeugen.
00:18:53: Ist das Wissen dass man weiß wie die Kinder im Mutterleib die Töne wahrnehmen?
00:19:01: Ist es wichtig für die Musiktherapie bei den Frühjahren?
00:19:05: Ja wir Musiktherapeutinnen versuchen eigentlich ein bisschen den Klangraum nachzuahmen und mit feinen Instrumenten.
00:19:20: Die Hülle formen, wo die Kinder sich geborgen fühlen oder aufkommen fühlen.
00:19:27: Oder dass man die ganzen Alarme ein bisschen versucht zu kaschieren.
00:19:32: Du hast
00:19:35: nämlich zwei Instrumente mitgebracht, Mit den Frühchen quasi arbeitest.
00:19:43: Was sind denn das für Instrumente?
00:19:46: Ja,
00:19:46: ich kann schon mal kurz was vorspielen!
00:19:48: Wichtig ist vielleicht noch zu sagen dass die Stimme ja das wichtigste Instrument ist.
00:19:52: also mit der Stimme kann ich erstens sehr genau auf das Kind eingehen.
00:19:58: und was braucht es?
00:20:00: welcher Ton?
00:20:01: nur einen Ton oder zwei Töne?
00:20:03: oder das ist schon eine kleine Melodie.
00:20:06: Ich kann reagieren auf Assistik, auf die Mimik.
00:20:08: Auf die Bewegung und den Donuss.
00:20:11: Auf Schreien.
00:20:13: Auf eine Unruhe auch.
00:20:14: Eingehen und versuchen das zu leicht zu verändern.
00:20:18: Und es ist einfach wirklich das Wichtigste.
00:20:21: Und natürlich dann ... Die Stimme der Mama, dass man das dann oder das Papas natürlich hat.
00:20:26: Das darf man nicht vergessen!
00:20:28: Jetzt spiele ich dir auf.
00:20:29: Das ist die Körpertambura.
00:20:31: So ein Instrument, das ist ein Therapieinstrument Und die spielt da gerade ein bisschen was vor.
00:20:45: Das ist jetzt eine Schlanghülle, aber ich kann auch mit der Atmung mitgehen in dem etwas schwerer war.
00:20:53: Wenn die Mamas und die Kinder den Kangarooin oder die Väter an den Brust haben dann geht es zum Beispiel mit der atmen der Mama mit.
00:21:03: Dann kann ich ganz leise und leicht anfangen mal schauen wie das Pfeil reagiert die Mama reagiert.
00:21:22: Und wenn das so weitergeht und entspannt sich auf die Mama sehr, und die Kinder dann auch.
00:21:30: Und oft fallen sie dann ins Schlaf her.
00:21:37: Das zweite Instrument ist die Sanzler.
00:21:40: Das ist eine Fingerklavier hast du oder Daumenklavier?
00:21:45: Das ist ein bisschen wie eine Spieluhr.
00:22:02: Da kann ich wieder mit singen... Da kann ich ja Lieder singen.
00:22:16: Oder was halt einfach nötig ist, intuitiv eigentlich, was ich dann mit meiner Stimme und den Instrumenten da und das dauert dann zwischen zehn und fünfzehn Minuten ungefähr.
00:22:29: Und immer genau beobachten wie das Kind reagiert die Mama was nötig ist.
00:22:37: Also es ist wahnsinnig viel Intuition auch dabei, da geht's... also du musst schon wahnsinnigen... Du musst viel verbinden eigentlich oder?
00:22:44: An Wissen, Intuition, eigener Erfahrung mit den Klängen und natürlich dem Können,
00:22:51: ja!
00:22:52: Den musikalischen an den Instrumenten und deiner Stimme, also das ist schon eine gesamtheitliche Geschichte die der Stadt findet.
00:22:58: Ja man kann sehr viel weiter erfordern und lernen das glaube ich auch.
00:23:03: Was auch wichtig ist, was die Mamas oder die Kinder ... Was passt denn dann besser?
00:23:09: Manchmal sagen die Mamos, ich möchte gern, dass du mit dem Instrument ... Oder ich hab das Gefühl, das Baby entspannt bei der Sansola mehr als bei dem.
00:23:16: Und wenn Kinder noch nicht ganz stabil sind, dann nimm mich eigentlich lieber die Sansola her, weil da eigentlich mehr Rhythmus möglich ist und das zu viel vielleicht klang ist, wo sie sich so entspannen.
00:23:31: Ja!
00:23:33: dass vielleicht der Rhythmus besser ist, weil mit den Atmen mitgehen kannst und so weiter.
00:23:39: Es ist ja, wenn du das eine unglaublich herausfordernde Umgebung auch.
00:23:43: Also die Rahmenbedingungen auf einer Intensivstation sind jetzt keine Flauschigen und man versucht es zwar herzustellen aber sie sind trotzdem die Kinder, sie hängen einen Monitorn und werden überwacht und sind ja einfach sehr zart und
00:23:58: sehr empfindlich.
00:24:00: Kannst du das dann beobachten an den Monitoren zum Beispiel?
00:24:04: Das der Herzschlag langsamer wird oder dass man die Entspannung beobachtbar wird?
00:24:13: Ja, genau.
00:24:14: Man sieht dann die Parameter, dass die Sauerstoffsättigung raufgeht und in der Herzfrequenz niedriger wird.
00:24:24: Manchmal haben Babys Bauchwehre oder Hunger.
00:24:27: Dann wird das nicht so viel machen.
00:24:30: aber im Großen und Ganzen sind es auch in Untersuchungen festgestellt... die Werte, die Vitalwerte durch Musik beeinflusst werden können.
00:24:41: Und auch mitgehen eben mit der Atmung dass das natürlich wie bei jedem Menschen entspannend ist und den Stresslevel lindert und mehr zu Ruhe bringt oder in die Bewegung.
00:24:55: Es gibt natürlich auch Babys, die sind schon ein bisschen älter, die brauchen dann mehr Reize.
00:24:59: und es gibt noch andere Instrumente so kleine Rassel oder sowas und dann gehen die Augen auf und dann schaut sie mal von wo kommt denn das her?
00:25:07: Oder sowas reagieren dann manchmal sogar mit Dönen oder mit irgendeinem Geräusch auf mein Spiel und kann man natürlich auch dann in die Begegnungen und in die Kommunikation gehen.
00:25:20: Passale Art und Weise.
00:25:22: Aber das ist ganz spannend, weil auf der einen Seite es dann ... wenn sie zu angespannt sind, wenn sie ruhiger oder zu wenig Spannung haben, kannst du die mit deiner Musik quasi auch auslösen bzw.
00:25:36: einfach ein bisschen mehr
00:25:38: in die
00:25:38: Kraft?
00:25:39: Genau.
00:25:40: Oder das zurückgeben, was du hörst und von einem Kind mitkriegst oder so ein Saton oder eine Weine, dann gehe ich natürlich auch ein bisschen mit meiner Stimme oder mit etwas singen oder summen.
00:25:53: Also dass keine Therapie gleich endet?
00:25:56: Ganz sicher nicht!
00:25:57: Das ist der Spannende und der Unsichere natürlich auch.
00:26:01: Man muss eigentlich sehr flexibel bleiben und sein Mit der Aufmerksamkeit da sein und schauen.
00:26:11: Bleiben wir auch zur Einheit?
00:26:13: Ja, meistens ist es ein bisschen eine Gespräche oder mal schauen mit den Pflegenden, die natürlich auch da sind und sehr zugeweiht, sagt man nicht.
00:26:26: Sehr liebevoll umgehen mit den Babys, auch mit den Ärzten.
00:26:33: dass man ein bisschen weiß, wie es dem Kind geht und was es vielleicht braucht.
00:26:41: Welche Frühchen sind denn für die Musiktherapie geeignet?
00:26:44: Und wer entscheidet das?
00:26:45: Und welche Parameter sind da dafür ausschlaggebend?
00:26:50: Also die Zuweisung kommt eigentlich über die Ärztinnen meistens.
00:26:55: Manchmal auch, wenn Verpflegende sagen mal, das ist jetzt unruhig, magst du nicht einmal schienschauen... Das passiert auch immer wieder.
00:27:05: Und sie sollten instabil sein, das ist eigentlich wichtig dass sie ein bisschen Stabilität haben von der Atmung her und vom Allgemeinen wie sie körperlich sind von der Sauerstoffsättigung, dass man das machen kann, dass wir das probieren können.
00:27:30: und manchmal probiere ich es muss ich natürlich stoppen haben.
00:27:34: Das gibt es vielleicht dann zu viel oder gerade an dem Tag zuviel, ja aber die Ärztinnen und Pflegenden entscheiden das eigentlich.
00:27:43: Die sagen jetzt ist schön?
00:27:46: Genau,
00:27:46: genau.
00:27:47: Und jetzt passt's gar nicht?
00:27:49: Genau!
00:27:49: Das höre ich dann auch manchmal, wenn jemand sediert ist oder vor einem Eingriff steht oder so was, oder schlauft.
00:27:57: Aber wenn jemand sehr tief im Schlaf ist, dann gehen die hin.
00:28:00: Auch wenn es Untersuchungen gibt das es auch hilft.
00:28:04: Weil Musik die neuronale Entwicklung erfordert.
00:28:09: aber dann lasst sie wirklich weil der Schlaf so was wichtig ist dann lass ich sie ja auch schlafen.
00:28:14: Also da gibt's zwei heilsame Dinge die gegeneinander eigentlich miteinander gut werden.
00:28:19: Ja genau
00:28:20: dann lassen sie lieber schlaffen.
00:28:24: Ist es so kompliziert, wenn die Kinder dann mit Schleichen hängen und Maschinen hängen?
00:28:32: Und dann auch auf dir liegen oder auf den Müttern oder auf Eltern wiebi.
00:28:36: Ist das komplizierter Umgang denn auch mit den Kleinen?
00:28:40: Ja
00:28:40: also da sind wirklich die Verpflegenden da und helfen mit und sind sehr geübt und eben wie gesagt sehr liebevoll und helfen den Eltern.
00:28:52: und manchmal... mach ich das auch und dann helfen sie mir auch.
00:28:57: Manchmal kann ich es alleine, aber die muss man schon aufpassen mit den ganzen Kanälen... Das Klimaslinkt, wie man's angreift, genau.
00:29:08: Sehr zucksam und liebevoll!
00:29:13: Die Angst und der Stress der Mütter ist in den Intensivzimmern wahrscheinlich, ihrer Kleinen wahrscheinlich allgegenwahrt.
00:29:21: Wie werden Sie auch die Väter in die Therapie einbezogen?
00:29:29: Ich stelle mich immer vor, weil ich bin und sage was Musiktherapie ungefähr ist und schlage einfach vor dass ich mal spiele.
00:29:41: Eltern sind da eigentlich sehr positiv und sagen ja, können wir gerne mal probieren.
00:29:46: Dann ein bisschen Gespräch zum Kennenlernen.
00:29:49: wie geht's ihnen?
00:29:50: Was haben sie erlebt?
00:29:51: Wie geht es den Babys
00:29:52: usw.?
00:29:53: Und dann haben die in dem Kangarooing das Kind auf der Muckten haut und dass er sehr sehr sehr positiv ist.
00:30:02: mit alle Hormone, die da ausgeschüttet wird.
00:30:05: Kuschelhormon zb.
00:30:09: Spiele ich einmal, lasse mir die Instrumente hören und mit der Stimme.
00:30:15: Und versuche sie dann aber auch einzubeziehen indem sich einlaut einfach zum Beispiel einen Ton wenn sie das wollen.
00:30:23: Man kann sagen, ich singe nicht oder ich rede lieber mit meinem Baby.
00:30:26: dann ist es auch gut und dann ist das vielleicht einfach für die Einheit Baby- und Elternteil wichtig dass sie gemeinsam entspannen können und nichts tun müssen.
00:30:35: Das passiert auch manchmal, dass in der Zeit eine Träne aber Kind bei der Mama oder dafür Zeit ist wo sie so viel Sorgen haben.
00:30:47: Und manchmal gehen Eltern auf das ein und fangen an, mit zu summen.
00:30:52: Und spüren dann auch selber, dass es was tut!
00:30:56: Das Schönste ist, wenn ich hinter dem Fonds immer geschützt bin von den anderen, dass sie jemanden höre, dass die weiter summen oder dass sie das wirklich übernehmen und probieren weil sie einfach merken, dass diese Bindung ist weil jemanden beruhigen kann oder einfach Ansprache ist für das Kind.
00:31:17: Das probieren wir, also familienzentrierte Musiktherapeut ist eigentlich da ganz wichtig.
00:31:23: Also du schaffst quasi einen Klangraum um die gesamte Familie?
00:31:27: Genau,
00:31:27: genau!
00:31:28: Dass sie da drin geborgen ist und sich dann auch kennenlernen kann und Beziehung aufbauen kann, wie ein Brückenbau eigentlich von Baby zu den Eltern hin... Ist es eigentlich rührend, wenn du das sehen kannst?
00:31:45: Wenn es passiert.
00:31:46: Ja sehr berührend und dann ist auch ein bisschen Vorhang dabei weil die sind ja oft in so einem Raum bis zu vier Babys im Inkubator und dann die Eltern, die Pflegeenden, die Ärzte da ist ja eigentlich sehr viel Bewegung Lernen, auch die Monitore und die Alarmlehe abgehen.
00:32:09: Und dass man einfach versucht da wirklich einen kleinen feinen Raum zu schaffen wo man einfach einmal unter sich ist und ein bisschen abschalten kann und ja... Die Einheit einfach einmal spüren kann.
00:32:25: Ist ja unglaublich wertvoll oder?
00:32:26: Ja!
00:32:28: Passiert da eigentlich viel auch wissenschaftlich weil eben wie vorhin gesagt auf der Neon intensiv ist die Musiktherapie relativ jung.
00:32:37: Du bist selber auch im Schweib fahren auf der Mal, wenn irgendwo ein Kongress ist oder wenn du weiter lernen willst.
00:32:44: Was passiert da gerade?
00:32:45: Passiert da viel?
00:32:47: Ja, da wird eigentlich sehr viele Forst in Deutschsprachigen wie im amerikanischen eigentlich auch und sind immer wieder neue Untersuchungen, Studien zu... Musik und wie Babys reagieren oder welche Methoden am besten sein.
00:33:08: Und wir sind auch schon vernetzt im deutschsprachigen Raum.
00:33:11: eigentlich Musiktherapeutinnen, das sind nicht so viele aber wir haben schon unser Musiktherapie treffen jährlich und auf Kongressen an dass man da einfach sich weiter bilden kann und einfach taustagen kann.
00:33:26: natürlich was andere machen oder genau das ist wichtig finde ich auch sehr interessant.
00:33:33: So ist es eine spezielle Computie eigentlich,
00:33:36: oder?
00:33:39: Kannst du da sagen was die Musiktherapeutinnen dann auch vereint?
00:33:45: Gibt es da was, wo du sagst?
00:33:46: Das wundert mich jetzt nicht.
00:33:48: Dass ich mir mit denen gut verstehe zum Beispiel oder dass die... Man muss sich ja irgendwo sehr speziell treffen.
00:33:54: Also deine Geschichte ist wahrscheinlich auch sehr spezielle.
00:34:00: Ist das sowas, das an der Verbinde oder ist das jetzt zu romantisch gedacht?
00:34:06: Ich weiß nicht, ob ich das sagen kann.
00:34:07: Also bei Musikterrabeut, ihnen merke ich halt einfach, dass es sein Menschen, die gern Musik machen für die Musik sehr was wichtig ist und aber auch gerne ... Das sind oft sehr feine Menschen, gell?
00:34:21: Die schon gut hochen können und gut schauen können... Aber ich tue mich da schwer, damit wir's vor allem gemessen werden.
00:34:33: Ist deine Faszination für die universelle Lebenskraft der Musik durch die Arbeit mit den Frühchen noch größer geworden?
00:34:43: Das denke ich, ja.
00:34:46: Die war eigentlich immer schon stark.
00:34:48: und jetzt dadurch dass ich da den Anfang des Lebens einer mit gestalten ein bisschen darauf und sehen kann vor allem und erfahren kann was Musik tut, tun kann glaube ich schon das ist noch stärker geworden ist und einfach wie sehr erfüllt.
00:35:08: Und gut tut er selber.
00:35:11: Das macht eigentlich deinen Klangraum auch sehr rund.
00:35:14: Ja, stimmt!
00:35:19: Wunderbar, liebe Margat, vielen herzlichen Dank für das Gespräch.
00:35:24: Es ist zwar tragisch, dass du das machen musst bei der Neointensiv oder auf der Neointensiv.
00:35:29: Weil man wünscht es ja keinem Kind aber es ist einfach unglaublich wirkungsvoll und eine wunderschöne Möglichkeit den Kleinsten und ihren Familien weiter zu helfen und das ist wunderbar.
00:35:40: Vielen vielen Dank für dieses Gespräch!
00:35:42: Sehr gerne!
00:35:44: Und ich wünsche dir noch einen schönen Tag!
00:35:46: Danke schön!