Die große Achterbahnfahrt

Shownotes

Für über die Hälfte der Frauen sind die Wechseljahre nach wie vor ein Tabuthema und fast jede zweite fürchtet sich davor. Das muss nicht sein, findet Bettina Toth. Sie ist seit zehn Jahren Direktorin der Innsbrucker Universitätsklinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin und skizziert im Podcast jene Phase, mit der für Frauen ein neuer Lebensabschnitt beginnt.

Transkript anzeigen

00:00:00: Heute bin ich zu Gast bei Frau Professorin Bettina Tott, die seit zehn Jahren als Direktor in der Universitätsklinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin in Innsbruck tätig ist.

00:00:12: Herzlichen Dank, dass Sie uns Zeit schenken um über die Menopause und die Wechseljahre zu sprechen.

00:00:17: Über Themen, denen wir uns mit der Medika intensiv und in vielen Facetten widmen wollen.

00:00:23: Sie sind aufgrund Ihres Berufes und Ihrer Berufung die perfekte Gesprächspartnerin für den Auftakt dieser Schwerpunktreihe.

00:00:30: Schön, da Sie dabei sind!

00:00:32: Und uns Eingangs verraten wer sind Sie?

00:00:35: Was machen sie und was treibt sie an?

00:00:38: Also mein Name ist Bettina Und ich bin wirklich schon zehn Jahre hier in Innsbruck.

00:00:43: und hinter dem schwierigen Namen Universitätsklinik für gynäkologische Endocrinologie- und Reproduktionsmedizin versteckt sich im Prinzip, dass wir uns um Belange was die Hormone der Frau angeht von der Kindheit über die Jugend.

00:01:00: Die Kinderwunschphase bis zur Menopause und das Alter kümmern.

00:01:05: Was mich antreibt definitiv die Frauengesundheit in Österreich zu verbessern und das vor allem durch Aufklärung, aber auch Präventionsaspekte.

00:01:16: Und deshalb finde ich es so schön dass wir uns versuchen ein wichtiges Thema heute unterhalten.

00:01:20: Wunderbar!

00:01:22: Anlässlich des Weltmenopause-Tages, Tages zwanzig fünfundzwanzig wurde eine Studie veröffentlicht laut der das Wissen über die Wechseljahre in Österreich nicht besser sondern schlechter wird.

00:01:34: Zudem doch erstaunliche Lücken aufzeigenden Highlights dieser Studie zählt beispielsweise dass für sechsundfünfzig Prozent der Frauen die Wechsliare weiterhin ein Tabuthema sind Fast jede zweite Frau zwischen fünfzig und sechzig Jahren Angst vor den Wechseljahren hat, und seventy-one Prozent sich mehr Aufklärung und Information rund um die Wechsel Jahre wünschen.

00:01:58: Sie setzen sich – sie haben es auch kurz erwähnt – auf unterschiedlichsten Ebenen dafür ein diesem großen Frauenthema durch Aufklärungen und damit durch Selbstermächtigung ein Stück weit die Dramatik zu nehmen.

00:02:11: Waren Sie von den Ergebnissen dieser Studie überrascht?

00:02:14: Nein, nicht wirklich.

00:02:16: Weil sie bestätigen die Daten, die wir schon aus anderen auch internationalen Studien haben und es ist wirklich so schlimm oder dramatisch je nachdem wie stark wir das ausdrücken wollen.

00:02:32: Wir haben nicht nur die Studienergebnisse sondern generell die Tatsache dass die Menopause so ein starkes Tabuthema ist es zum Anlass genommen neben der tatsache Menopause schon in unserer Hauptverlesung im Studium für Humanmedizin bei den Studenten und Studentinnen gelehrt wird.

00:02:53: Da gibt es das schon über zwei Stunden hinweg, immerhin haben wir jetzt im letzten Semester auch noch einen Wahlfach für reproduktive Gesundheit ganz neu aufgelegt indem wir der Menopauszeit widmen auch anhand von Fallbeispielen, da mehr ins Detail gehen um schon im Studium Akzente zu setzen.

00:03:14: Weil was ich ganz wichtig finde ist das wir nicht nur als Frauenärzte und Frauenärztinnen über Menopause sprechen sondern auch als zukünftige Hausärzte, Internisten aber auch Zahnärzte auch Orthopäden vieles ganz wichtig.

00:03:28: dass wird das Thema breit streuen

00:03:31: weil es ja auch breit ins Leben wirkt.

00:03:34: genau muss man sagen

00:03:37: Sie waren Präsidentin der österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie, die die Wechseljahre-Kampagne «Wir sind eine Million» ins Leben gerufen hat.

00:03:48: Rund eine Million Frauen in Österreich sind in den Wechseljan und die Kampagne stellt nicht nur ihre Lebenssituationen an den Mittelpunkt sondern auch damit zusammenhängenden Tabus, die sie schon angesprochen haben.

00:04:02: Welche Tabus sind denn die im Zusammenhang mit den Wexeljahren unbedingt?

00:04:06: bewunden werden müssen?

00:04:08: Ich glaube, wir brauchen eine generelle Diskussion über die verschiedenen Beschwerden.

00:04:13: Sei es jetzt mehr die Stimmungsprobleme, sei es auch Probleme in der Sexualität oder Schlafstörungen, dass wir sozusagen über die Vielfalt sowohl in der Familie beim Abendessen reden können als auch im Freundeskreis aber auch im Alltag und Berufsleben.

00:04:35: Gesprächsverlauf einfach dazugehören, dass wir das äußern können und uns darüber austauschen.

00:04:42: Dafür ist er wahnsinnig viel Wissen auch nötig weil es wenn ich nicht weiß was das mit dem zusammen hängt dann bringe sie natürlich nicht mit dem im Zusammenhang.

00:04:50: also das ist einfach eine große große Geschichte die da in Gang gesetzt wahren muss.

00:04:55: ja definitiv

00:04:58: Weil die Begriffe doch oft durcheinander gewirbelt werden, ist vielleicht eine Definition nicht unwichtig.

00:05:04: Was wird als Menopause und was als Wechseljahre bezeichnet?

00:05:08: Also die Wechsel-Jahre oder das Klima-Tier ist die Phase vor der letzten Blutung Und es kann unterschiedlich lang sein wie man jetzt aus dem menstruationsgesundheitsbericht von im Jahr zwanzig zehn haben ja manche Frauen schon mit Anfangvierzig Manche auch schon mit Ende dreißig erste Beschwerden.

00:05:28: Die Menopause können wir ja nur rückblickend definieren.

00:05:31: Wie meine ich das?

00:05:33: Die menopause hat dadurch definiert, dass zwölf Monate keine Monatsblutung, keine Periode eintritt.

00:05:40: Das heißt erst wenn ich zwölfe Monate nicht geblutet habe kann ich sagen aha von einem Jahr war also die menopause

00:05:48: Dann weiß man es genau.

00:05:50: Wann wurde denn eigentlich damit begonnen, die Menopause und die Wechseljahre wissenschaftlich zu erforschen?

00:05:55: Was waren denn die ersten Fragen, die da beantwortet werden wollten.

00:06:00: Ja wir haben also Meilensteine der Menopauße zusammengefasst und es ist tatsächlich so dass schon im neunzehnten Jahrhundert zum erst mal über eine Phase des Übergangs bei Frauen berichtet wurde.

00:06:11: Und dann sind in den Neunzehnhunderteißiger Jahren, wo der Oestrogen- und Brogistoron entdeckt, in den neunzenhundertvierziger Jahren die erste Therapie auf den Markt gebracht gegen Wechseljahresbeschwerden.

00:06:23: Also das ist dann doch eine längere Geschichte, das würde man gar nicht meinen?

00:06:27: Ja.

00:06:28: Was waren die ersten ... Wann ist diese Beschwerden oder diese Beschwerten des Übergangs quasi, die da die Wissenschaft gereizt hat

00:06:37: zu erforschen?

00:06:38: Und auch schon ziemlich zu Beginn der Wunsch dieser Alterungsprozesse möglicherweise durch Hormonbehandlungen aufzuhalten oder rückgängig zu machen.

00:06:50: Und wenn wir jetzt schauen, was gibt es jetzt an Forschung?

00:06:54: Oder wo liegen jetzt Forschungsschwerpunkte?

00:06:56: ist es tatsächlich so dass die Alterungsprozesse sowohl im Körper als auch im Eierstock Teil von wichtigen Forschungsprojekten sind das ja auch Teil unserer Forschung, aber natürlich auch Forschung zu den einzelnen Beschwerden.

00:07:12: Woher kommen die?

00:07:13: Können das Risikofaktoren für spätere Erkrankungen sein?

00:07:18: und auch das Thema Prävention, dass man sagt welche Frauen haben vielleicht mehr Beschwerde wie andere in der Phase des Wechsels.

00:07:27: Auch das ist ein Teilaspekt, der beforst wird und den ich auch sehr relevant halte.

00:07:33: Welche sind denn die Themen, die Sie persönlich auch befaschen sozusagen hier in Innsbruck oder mit anderen?

00:07:40: Wir beschäftigen uns sehr viel mit dem Alter des Eierstocks.

00:07:46: Also mit den reproduktiven Altern und aber auch damit was gibt es für immunologische Veränderungen während des Wechseln in der Menopause?

00:07:57: Weil wir ja wissen, Männer und Frauen haben ganz unterschiedliche Zusammensetzung oder eine Zusammensetzung, sondern Aktivität des angeborenen Immunsystems.

00:08:06: Aber auch das im Laufe des lebenserworbenen Immunystems.

00:08:12: Also sind sozusagen unterschiedliche Teile aktive.

00:08:15: Wenn man jetzt geschlechtsspezifische Unterschiede also zwischen Mann- und Frau anschauen aber es gibt auch alters spezifischen Unterschiede wo das Immun System im Verlauf des Lebens sich ändert.

00:08:26: Und auch da gibt es individuelle Unterschiede, dass manche Frauen ihr zum Beispiel Immunerkrankungen bekommen und andere nicht.

00:08:34: Da ist noch sehr vieles unklar.

00:08:37: Sie versuchen das zu klären oder Antworten zu finden?

00:08:44: In einem Vortrag haben Sie die Menopause ersturm- und Drangzeit beschrieben.

00:08:48: Das klingt turbulent, das ist es ja auch!

00:08:51: Was passiert da in den Körpern der Frauen?

00:08:54: Ist es überhaupt möglich, kurz und knapp zu erklären?

00:08:58: Im Prinzip ist es so dass in der Wechselzeit im Eierstock immer weniger Eizellen vorhanden sind und immer weniger eizellen zum Eisprung kommen.

00:09:13: Wo durchsehen wir das?

00:09:14: Wir sehen es dadurch, dass sich die Länge des Zyklus verändert.

00:09:19: Also man kann kürzere oder längere Zyklien haben.

00:09:22: Klassischerweise eigentlich eher im weiteren Verlauf dann auch mal zyklen wo eine Blutung ausfällt und parallel dazu, dass weniger Eizellen da sind verändern sich auch die Hormone, die im Eierstock gebildet werden.

00:09:39: Das heißt, wir haben so ne Achterbahnfahrt an Phasen mit zu vielen Hormonen im Verhältnis zu unserem bisherigen Zyklus als jüngere Frau und natürlich aber auch Phasen mit zu wenig Hormon.

00:09:53: Und beides, die zu wenig also auch die zu viel führen zur Veränderung wie wir sie klassisch im Wechsel sehen.

00:10:01: Ist die Zahl der Eizeilen entscheidend dafür wann eine Frau in die Menopause kommt bzw.

00:10:08: was in die Wechseljahre?

00:10:09: Ja, es ist sehr wichtig.

00:10:11: Insofern als dass wir auch Frauen betreuen die mit siebzehn Jahren schon im Wechsel sind weil Sie eben nur mit einer geringen Anzahl an Eizellen oder auch Mädchen die so wenig Eizellens auf der Welt gekommen sind das sie gar nicht erst in die Pubertät kommen also dass es gar nicht zu einem Zyklus und eine Eitzellentwicklung kommt.

00:10:32: beides haben wir bei uns in der Ambulanz und betreun wir

00:10:37: Wie ist das Leben für junge Frau, die gar keine Eizellen hat oder zu wenige um überhaupt in den ganzen Züklern zu kommen?

00:10:44: Die zum Frauen gemeinhin erleben.

00:10:48: Das ist Hauptproblem dass keine Hormone da sind.

00:10:51: es heißt wir geben dann natürliche Hormonen die der Eierstock normalerweise bilden würde um auch dafür zu sorgen dass es zum Brustwachstum kommt dass sich die Gebärmutter entwickelt, weil wir ja bei uns in Österreich auch die Möglichkeit haben wenn man keine eigenen Eizellen hat dass man dann eine Eizellspende bekommen kann.

00:11:15: Mischen eigentlich mit den Wechseljahren zwingend Beschwerden einhergehen oder ist die individuelle Bandbreite da so vielfältig wie die Frauen selbst?

00:11:25: Ja es gibt auch Frauen die jetzt keine Beschwerde haben aber da muss man fairerweise sagen sie sind in der absoluten Minderheit

00:11:34: Glückliche.

00:11:35: Ja.

00:11:37: Welche ersten Zeichen sollten unbedingt mit den Wechseljahren in Verbindung gebracht werden?

00:11:43: Aus meiner Sicht ist ein bisschen das Problem, dass diese Anfangsbeschwerden wir mir sagen Stimmungsschwankungen meist reizbare, das häufig die Rückmeldung von der Familie oder man hat Schlafstörungen.

00:11:55: Das kann man ja auch einem ganz normalen Alltag haben wenn es mal ein bisschen stressiger ist irgendeines dieser vielen Rädchen, die wir tagtäglich bedienen nicht funktioniert.

00:12:05: Und ich glaube das ist das Problem dass viele dann denken okay es ist der normale Wahnsinn und deshalb bin ich jetzt gerade vielleicht ein bisschen gereizter oder schlafschlechter und dann darüber nachdenken ja aber es kann auch beide sein und es könnten die ersten Anzeichen des Wechselseins.

00:12:22: Und warum finde ich das so wichtig, diese Differenzierung oder diese Überlegung mit an Bord zu haben?

00:12:26: Das könnte der Wechsel sein weil man ja da was dagegen tun können oder unterstützen können wenn man das möchte und dass wir da eben nicht hilflos dastehen und sagt um Gottes Willen was passiert jetzt sondern dass man da eben ein Beistand hat ohne Hilfe bekommt.

00:12:44: Das muss sich auch ernst nimmt oder?

00:12:45: Ja genau das muss ich selber ernst nehmen ganz wichtig.

00:12:50: Laut dem österreichischen Administrationsgesundheitsbericht, den Sie vorhin schon erwähnt haben, der im Jahr twenty-vier und zwanzig veröffentlicht wurde empfinden knapp dreißig Prozent die Veränderungen aufgrund des Wechsels als psychische Belastung.

00:13:03: Warum haben die Wechseljahre für jede dritte Frau derart negative mentale Seiten?

00:13:09: Ich glaube tatsächlich dass hier was wir früher schon so ein bisschen angesprochen haben das eigene Wissen eine große Rolle spielt.

00:13:14: also weiß ich potenziell Wechseljahresbeschwerden sein können.

00:13:22: Aus meiner Sicht tendiert man nämlich als Frau dazu, den Fehler erst mal bei sich selber zu suchen.

00:13:27: also was hat man falsch gemacht oder was kann man noch optimieren anstelle zu sagen okay vielleicht kann ich gerade gar nichts aus eigener Kraft optimieren sondern braucht da wirklich Hilfe.

00:13:38: und deshalb finde auch unseren Podcast heute aber jegliche Form von Wissen, von Austausch so wichtig um eben da auch eine Sensibilisierung dafür zu geben.

00:13:49: Das ist nicht Schlimmes und wir können darüber reden und es gibt Möglichkeiten.

00:13:55: Spielen, die immer noch starken Tabus, die Sie schon angesprochen haben.

00:13:59: Aber auch die Ignoranz vieler relevant der Systeme wie das Gesundheitssystem oder der Arbeitswelt gegenüber den Wechseljahr beschwerden der Frauen möglicherweise auch eine starke Rolle dabei dass Frauen den Wechsel oft so negativ erleben bzw erleben müssen?

00:14:15: Ja, das ist immer so wie man es selber auch wahrnimmt.

00:14:18: ich kann nur sagen dass sehr viele meiner Patienten den wechsel dann positiv erleben wenn sie gut behandelt sind und dass sie dem Wechseln auch ganz viel Positives abgewinnen können, zum Beispiel das man sich keine Gedanken mehr über Verhütung machen muss.

00:14:36: Und aber ich nehme auch wahr, dass die Frauen mehr Gelassenheit auch in ihren Alltag reinbringen, mehr bei sich sind und es was ganz Positives ist.

00:14:47: Die Voraussetzung dafür ist eben, dass man eine gute Behandlung hat

00:14:52: Und auch in der Arbeitswelt berücksichtigt.

00:14:56: Das finde ich ganz eine wichtige Geschichte, das hat ja große Auswirkungen dann auch.

00:15:00: Definitiv!

00:15:02: Die Liste an Veränderungen die mit den Wechseljahren einhergehen und die Lebensqualität teils massiv einschränken können ist lang und fast schon unheimlich.

00:15:13: Hitzewallungen während der Minupause, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Gelenksschmerzen, Gewichtszunahme, Ängstlichkeit Haarausfall, Osteoporose, Hanwegsinfekte oder vaginale Trockenheit sind Klassiker auf dieser Liste.

00:15:28: Klassisch ist auch nach wie vor die irrige Meinung das Frauen da durchmüssen.

00:15:33: Welche positiven Nachrichten haben sie für Frauen, die das wirklich noch glauben?

00:15:39: Also aus meiner Sicht ist die positive Nachricht, dass wir wirklich eine Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten mittlerweile haben.

00:15:46: Und es umfasst nicht nur Pflanzen sondern auch Hormone oder auch nicht hormonelle Therapiemöglichkeiten aber auch so der Handlungsansätze wie zum Beispiel die kognitive Verhaltenstherapie wo wir uns den Alltag anschauen und überlegen welche Maßnahmen können wir setzen das der besser gestaltet werden kann und dass man da eben besser durchkommt.

00:16:09: Also immer wieder die Aufmerksamkeit ist da gefordert.

00:16:13: Wie begegnen Sie und Ihre Mitarbeiterinnen auf der gynäkologischen Endokrinologie den Frauen, die sich wegen bzw.

00:16:19: Mitwechseljahr beschwerden wie etwa unerklärlicher Gewichtszunahme oder depressiven Verstimmungen an sie wenden?

00:16:26: Welche Fragen werden Ihnen gestellt und welche Untersuchungen werden durchgeführt?

00:16:32: Es ist ganz wichtig, dass wir die Vielfalt an Beschwerden anschauen.

00:16:36: Also wenn jetzt eine Frau es kommt und sagt sie hat Depression das muss nicht nur die Depression anschauen sondern auch fragen gibt's vielleicht auch Probleme in der Libido intersexualität oder auch Hitzewahlungen?

00:16:49: also dass man wirklich die einzelnen Beschwerde uns anschauen.

00:16:51: sind die da?

00:16:53: Sind sie nicht da?

00:16:54: Wenn Sie da sind, wie stark sind Sie ausgeprägt.

00:16:58: Ich sage mir ist es eher leicht oder haben Sie das Gefühl, Sie springen aus dem Fenster weil Sie das so schlimm erleben und es tatsächlich diese Bandbreite?

00:17:07: was ich auch ganz wichtig finde ist zu Fragen zu stellen wie wann war die letzte Vorsorge jetzt?

00:17:13: gynäkologisch mit Mammografie aber auch Darmspiegelung ist ein wichtiges Thema.

00:17:19: Und was ich auch finde, was noch viel zu wenig durchgeführt wird ist dass wir uns die Knochendichte anschauen.

00:17:25: Gerade um die Wechselzeit und zu schauen sind wir gut aufgestellt für das Alter oder muss man auch da mitdenken und auch da entsprechend die Therapie einleiten.

00:17:38: Kommen die Frauen eigentlich von sich aus quasi zu ihnen?

00:17:40: Oder werden sie zu ihnen überwiesen?

00:17:42: Beides!

00:17:42: Wir haben sowohl Frauen, die Vielfalt an Risikofaktoren haben.

00:17:48: Einfach die Frage ist, kann überhaupt eine Therapie stattfinden und wenn ja wie?

00:17:53: Kann sie aussehen.

00:17:55: Und wo wir dann tatsächlich auf vielfalt ne Vielfalt an Untersuchungen einleiten?

00:18:00: also dass es Frauen gibt, die kommen und sagen Sie möchten gerne bei uns eine Beratung.

00:18:07: Wie groß ist zwischenzeitlich eigentlich der therapeutische Bandbreite diese schon angesprochen haben etwa um die Witizewahlungen in den Griff zu bekommen.

00:18:17: Da bin ich tatsächlich sehr, sehr froh, dass wir mittlerweile eine Vielzahl an homonellen und nicht-hormonellen Möglichkeiten haben.

00:18:24: Und gerade was meine ich damit mit viel Fall oder Vielzahl?

00:18:29: Dass wir eben auch die Möglichkeit kamen, nicht nur Tabletten zu geben sondern auch Gelpflaster, Spreis... Auch wenn ich mir wünschen würde das dann noch mehr Dosierungen im Umlauf sind und dass es unkomplizierter ist, was meine Pässe, dass Medikamente nicht so gut zur Verfügung stehen.

00:18:50: Das würde man sich aufwünschen, dass das weniger wird.

00:18:53: und was mich ganz besonders gefreut hat war, dass in den letzten Jahren durch die Entdeckung von den Neurokinienrezeptoren auch nochmal mit den Antagonisten eine ganze neue Therapiemöglichkeit auf dem Markt kamen.

00:19:06: weil es doch auch schön ist, dass es in unserem Bereich Forschung gibt weil man untersucht hat, warum Mädchen nicht in die Pubertät kommen und hat eben da die zentrale Rolle entdeckt.

00:19:25: Und das finde ich total spannende Geschichte.

00:19:28: Ich wünsche mir noch mehr solcher Geschichten wo wir einfach uns mit dem Thema Menopause auch wirklich auf grundlagen wissenschaftlicher Seite noch stärker auseinandersetzen um weitere Therapieoptionen ausfindig zu machen.

00:19:45: Wie würden das von den Pharma-Konzahnen quasi auch gesehen, sind diese Offen für neue Präparate um den Frauen zu helfen und die Wissenschaft quasi umzusetzen?

00:19:58: Ich glaube in dem wir mehr darüber reden, indem wir auch dieses Bewusstsein sind.

00:20:02: viele Frauen und haben Probleme und wir brauchen noch mehr individuelle Therapiemöglichkeiten.

00:20:08: es gibt ein Bedarf indem wir das äußern Lösen wir das auch aus, dass eben Grundlagenforschung in dem Bereich stattfindet und potenziell neue Therapiemöglichkeiten kommen.

00:20:23: Also man muss die Nachfrage sozusagen formulieren?

00:20:26: Die Nachfrage glaube ich bestimmt den Markt oder und es sind sehr viele und haben eine große gemeinsame Nachfrage.

00:20:37: Die Hormonersatztherapie ist selbstverständlich ein großes Thema.

00:20:41: In der ersten Ausgabe der Mediker habe ich da in dem Zusammenhang mit Marie-Thérèse Donne gesprochen und das Thema wird uns weiter begleiten, es passiert recht viel um die Geheimnisse der Hormone zu lüften.

00:20:52: Rund hundert sind bekannt, um die tausend könnten sein.

00:20:56: Erwarten Sie sich da in nächster Zeit große Durchbrüche, die in weiterer Folge für Frauen im Wechsel mehr Lebensqualität?

00:21:05: Ja, ich denke tatsächlich dass sich bei den Hormonpräparaten sowohl was jetzt die Zusammensetzung betrifft als auch die Dosierungen und Da-Reichungsformen.

00:21:15: Was wir schon angesprochen haben GEL Pflaster Spray das sich da noch einiges tun wird eben weil der Bedarf da ist ja da bin ich sehr zuversichtlich gestimmt.

00:21:27: Können Sie, haben Sie ein Tipp?

00:21:29: Wie können sich Frauen auf die Veränderungen einstellen, die im Wechsel passieren.

00:21:33: Was können sie tun um die Übergänge psychisch wie physisch möglichst sanft zu erleben?

00:21:41: Aus meiner Sicht ist es ein ganz ganz wichtiger Aspekt dass wir uns über die Beschwerdenaustauschen aus dieser soziale Austausch stattfindet.

00:21:51: Ich erleb nämlich immer wieder, dass Frauen sagen naja ich habe dann versucht im Freundeskreis beim Abendessen mal zu sagen also ich schwitze und da nur betretenes Schweigen geerntet.

00:22:01: Und ich glaube das geht vielen so.

00:22:05: aber wenn wir beim dritten Treffen wieder darüber

00:22:08: reden

00:22:09: und vielleicht auch sagt und es hat mir geholfen glaube ich löst es kein betreten des Schweigen mehr aus.

00:22:18: oder vielleicht die rückfrage was hat er denn geholpen?

00:22:22: Was machst du jetzt ganz genau?

00:22:24: Und ich glaube, das ist das was wir wollen.

00:22:26: oder dass es sowohl möglich ist doch über zu reden ohne dass es betretende Schweigen auslöst.

00:22:31: Aber auch, dass wir uns austauschen, was hilft wem?

00:22:35: Weil wie gesagt, es sind eine ganz individuelle Angelegenheit und nicht jedem hilft das Gleiche und da müssen wir uns gegenseitig stärken und unterstützen.

00:22:48: Wunderbare Schlusswort für dieses Gespräch.

00:22:51: Vielen, vielen herzlichen Dank

00:22:53: und

00:22:54: wahrscheinlich werden wir uns wieder hören und Wiedersehen!

00:22:57: Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

00:22:58: Vielen herzliche Dank.

00:23:00: Danke schön.